Dann brauche ich auch noch Strom für die Rechner, Lampen und Blitzlichter und Zugang zum Internet und Hegre-Art.com. Ich kann auf dem Boden schlafen, und habe das auch schon oft gemacht, aber meine Ausrüstung ist mir heilig und wird demnach von mir verwöhnt. Ein bisschen so wie Luba, möchte ich sagen. Eine gute Planung is also unverzichtbar, aber zugleich möchte ich auch immer neuen Ideen gegenüber offen bleiben und dem Zufall eine Chance geben. So kam auch unsere Reise nach Dubai zustande.
Ich esse kein rotes Fleisch und fand den perfekten Ort, an dem ich meine Geschmacksnerven verwöhnen kann, in einem kleinen arabischen Restaurant in Wilna, der Bilderbuchhauptstadt von Litauen. Der Chefkoch dort ist einer dieser wenigen Menschen, die es vermögen, delikat gebratene Truthahn- und Hühnerfilets auf eine Weise mit den exotischen Gewürzen und Kräutern des Orients zu vermischen, dass es einem regelrecht den Gaumen kitzelt. Ich bin schon mehrere Male unter dem Vorwand nach Litauen zurückgekehrt, dort Modelle fotografieren zu müssen, aber in Wirklichkeit waren es die würzigen Düfte Arabiens gewesen, die mich dorthin zurückgezogen hatten.
Der Syrische Besitzer des Restaurants ist ein ruhiger, höflicher Mann, der uns jedesmal mit einem Kopfnicken begrüßte und uns, wenn wir zu Ende gegessen hatten, im perfekten Englisch und mit einer leichten Verbeugung fragte, ob wir denn mit dem Essen zufrieden gewesen seien. Nach unserem ungefähr siebten Besuch dort, fragte er uns schließlich, was wir denn beruflich machen.
"Ich bin Fotograf," sagte ich, und schaute zu Luba rüber, die mal wieder besonders liebreizend aussah.
"Ach so," sagte er und zwinkerte mit den Augen.
Er schnippte mit den Fingern und ein Kellner kam mit einer neuen Runde Getränken angelaufen, und als wir dann so redeten, stellte sich heraus, dass der Mann nicht nur ein Restaurantbesitzer war, sondern auch die rechte Hand des Scheichs von Abu Dhabi und zugleich ein enger Vertrauter der Scheiche der Vereinigten Arabischen Emirate. Was machte er aber in Wilna? Ich dachte aber, dass es sich nicht gehören würde, danach zu fragen, zumal er uns auch noch einige wichtige Tips gab, die zu wichtigen neuen Kontakten in Gefilden führten, die das schlaflose Auge meiner Kamera noch nicht heimgesucht hatte.
Luba flog erstmal nach Norwegen zurück, um ihre Reisepapiere in Ordnung zu bringen - Ukrainern wird das Reisen, ob sie denn verheiratet sind oder nicht, immer noch nicht besonders leicht gemacht; Ich flog nach Portugal zurück, um meinen neuen Niederländischen Assistenten Justin einzuweisen, und nach 3 Tagen intensiven Trainings, flogen Luba und ich schon wieder mit unserer tonnenschweren Ausrüstung in Richtung Dubai ab.
Der Flughafen gewährt den ersten Eindruck von Dubai. Mit seinen Palmen unter dem hohen Glasdach und seinem, im Schachbrettmuster schwarzweiß ausgelegten Fliesenboden, ist er ist so etwas wie eine Kreuzung aus Marmorpalast und Nobel-Einkaufszentrum. Alles, und ich meine wirklich alles, gehört dem Scheich von Dubai...die Luftfahrtgesellschaft, der Flughafen, und sogar der weiße Rolls Royce, der uns zum Burj Al Arab, dem einzigen 7-Sterne Hotel der Welt, brachte, während Luba hinter dem größten Rosenbouquet versteckt war, dass ich jemals gesehen hatte.
Der Laufbursche trug unser Gepäck in die zweistöckige, 140 Quadratmeter große Zitadelle im 19. Stock, von der die Aussicht bis weit über die Skyline von Dubai hinaus ins ganze Universum geht. Wir kamen noch nicht einmal dazu Atem zu holen, geschweige denn, unseren Champagner zu öffnen, der im Eiseimer auf uns wartete, als der Butler schon damit anfing, unser Gepäck auszupacken. Jedes Zimmer im Burj Al Arab hat seinem eigenen Butler, und wirklich, das versteht sich doch von selbst, oder nicht? Langsam wurde es mir bewusst, dass wir hier auf einem anderen Planeten gelandet waren: Dem Planeten der Vereinigten Arabischen Emirate. Und wir wohnten mitten in seinen Kronjuwelen.
Wir brauchten alleine schon Stunden, um uns mit den verschiedenen Einrichtungen des Zimmers vertraut zu machen... Das Motto war Gold, Gold und Gold. Was noch verrückter erschien, war, das alles, was wie Gold aussah, auch tatsächlich aus Gold bestand! Selbst der riesengroße Plasmaschirm-Fernseher hatte einen dreifachen Goldrahmen. Das Badezimmer war so groß wie ein Wohnzimmer, mit einer Dusche, die Platz für mindestens 10 Leute bot. ("Wow, dachte ich, hier könnten wir einen guten Film drehen!"). Eine Denver-mäßige Treppe wand sich zum 2. Stock hinauf, in dem das übergroße Bett, mit einem übergroßen Spiegel darüber, auf uns wartete :-)))
Endlich haben wir das Paradies gefunden, dachte ich. Aber selbst am Paradies gibt es einen Haken! Mit diesem Hintergrund aus Gold, konnte ich es nicht erwarten, Luba nackt davorstehen zu sehen. Aber vorher musste ich noch meine E-mails checken und nachgucken, wie Justin so mit der Website klarkam. Ich schloss den Laptop an, drückte auf den Link, und zu meinem Entsetzen erschien auf dem Bildschirm die folgende Nachricht: WEBSITE BLOCKIERT. KEIN ZUGANG!!!
Schnelles Handeln war gefragt. Ich rief meinen Butler (Ich liebe das: Ich rief meinen Butler!). Er war ein gutaussehender Inder, der seine Augen charmant nach unten drehte und mit seiner höflichen Indischen Stimme leise fragte, um was für eine Website es sich denn genau handeln würde, und von welchem Server aus ich denn meine Mails abrufen wolle. Seine Stimme senkte sich zu einem Flüstern.
"Falls jegliche Art von Nacktheit darauf zu sehen ist, sei es auch nur das kleinste Stückchen entblößte Haut, dann ist der Zugang zu der Website in den gesamten Emiraten gesperrt."
"Wie bitte?"
Er zuckte ratlos mit den Schultern. Wir schreiben das Jahr 2004, sagte ich zu ihm, "Dies ist mein Beruf. Und es gibt überhaupt nichts Pornografisches auf Hegre-Art zu sehen. Wir machen Kunst. Das ist eine der besten Web-Addressen im ganzen Internet."
"Was sollen wir denn machen?"
Er schüttelte mit dem Kopf. Er blickte ziemlich traurig drein, als ob es alles seine Schuld sei, aber natürlich konnte er nichts dafür und ich machte ihm klar, dass ich das auch so sehen würde. Ich konnte das zwar alles schon irgendwie nachvollziehen, aber gut finden tat ich es überhaupt nicht. Zum ersten Mal in 3 Jahren hatte ich keinen Zugang zu meiner eigenen Website und ich konnte noch nicht einmal meine Mails abrufen. Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte ich das Burj Al Arab aufgrund dieser Zensur zu einem 2-Sterne Hotel degradiert! Ich eröffnete also ein Hotmail-Konto und für eine Woche war es so, wie in den alten Zeiten, als man mit Hilfe von Brieftauben kommunizieren musste. Nur gut, dass ich so ein fantastisches Team um mich habe, denn alles lief in der Woche so glatt weiter wie immer. Danke, Jungs!
Dubai ist anders als jede andere Stadt, die ich jemals zu Gesicht bekam, und die haben definitiv einen Komplex hier, das heisst, die Reichen hier haben einen Komplex. Alles muss noch reicher, größer, schneller, höher und spektakulärer sein als sonstwo. Man befindet sich in einem ständigen Wettbewerb mit dem Rest der Welt und mit sich selbst. Wenn der Scheich der Nachbarstadt irgendetwas erbaut, dann denken sich die anderen Scheiche, oh, vielleicht sollte ich auch sowas bauen, nur größer und besser als alles in New York, oder Kuala Lumpur oder Tokio. Es gibt hier keine Kulturfeste, sondern Einkaufsfeste. Es gibt auch keine normalen Autos, nein, die müssen alle langgestreckt und aufgemotzt bis zum Geht-nicht-mehr sein. Und alles in Sonderanfertigung natürlich!
Auf der anderen Seite fühlten Luba und ich uns hier sehr sicher. Die Stadt ist blitzsauber, was für uns ungewöhnlich ist, wo wir doch aus Europa, mit seinen teilweise schmuddeligen und mit Müll übersäten Städten kommen. Und das Essen war so gut wie in dem kleinen Arabischen Restaurant in Wilna. Dubai hat sich in nur einem Jahrzehnt so entwickelt, wie andere Städte es in 100 Jahren nicht tun. Der Gründe für diese rasante Entwicklung haben mit den Nachwehen vom 11. September 2001 zu tun. Vielen Arabischen Milliardären wurde nach dem Terrorangriff in den USA das Leben dort schwer gemacht, und so leerten sie ihre Amerikanische Konten und investierten das Geld fortan in ihre eigene Weltmetropole.
Ich hatte ursprünglich vorgehabt, Luba draußen zu fotografieren, aber ein Blick auf die adrett uniformierte Polizei genügte, um mich davon zu überzeugen, dass es die Sache nicht wert sei. Ich habe nicht vor, für meine Kunst ins Gefängnis zu wandern und so entstanden alle Fotos im Zimmer 1904 des Burj Al Arab Hotels. Mit all dem luxuriösen Gold überall, wurde der Shoot ziemlich sexy. Wenn sie die Tour durch das einzige 7-Sterne Hotel der Welt machen, dann können sie auch ein paar Schnappschüsse von meiner 10-Sterne Frau sehen, wie sie diesen Luxus genießt...und das alles ganz nackt.
Petter


































We will be glad to see you in Iran, Kish Island or Tehran...!
Thank you for your nice site.
And your lovely luba.
Why don't travel to Iran?
Sadly im going to take this story to Sheikh Mohammed The Sheikh of Dubai....But i have one small question
Who The Fuk Let You In?!When You Want To Reserve Some Room They Will Check What You Work,,,,How Come They Let You In !!!???